Männersache? Von wegen! - Vroom Funderingstechnieken
Img 07
21 Dezember 2017

Männersache? Von wegen!

Die 20-jährige Taylah Wilks aus dem australischen Newcastle arbeitet seit einigen Wochen als Rammhelferin im Team von Kranführer Edwin van de Giessen, Rammhelfer Sjors Koole und Löffelbaggerfahrer Hajo Nooij. Taylah steht ihren männlichen Kollegen an Leistungsfähigkeit absolut nicht nach, trotzdem behandeln die Herren sie anders. “Eben wie eine Dame. Wie es sich gehört,” so Edwin.
Default sam 7581

Taylah ist als Rugby-International für begrenzte Zeit in den Niederlanden. Zwei bis drei Abende in der Woche trainiert sie beim Rugby Club Waterland in Purmerend und steht an den Wochenenden auf dem Platz. “Vroom ist ein großartiger Arbeitgeber. Bei dieser Arbeit benutze ich Muskeln, die ich normalerweise weniger belaste. Ich hatte mal leichte Schmerzen in der Schulter und sofort waren die Kollegen besorgt und rücksichtsvoll. Die Arbeitskleidung und die persönlichen Schutzmittel sind perfekt organisiert, es gibt eine umfangreiche Ausrüstung, für jede Wetterlage. Übrigens habe ich in der vergangenen Woche zum ersten Mal in meinem Leben richtigen Schnee gesehen, einfach toll!”


Talentierte Auszubildende

“Taylah ist eine talentierte Auszubildende, sie hat eine rasche Auffassungsgabe,” lobt Hajo seine neue Teamkollegin. “Das verdanke ich meinen guten Lehrmeistern!” fügt Taylah hinzu. Edwin hat hin und wieder Schwierigkeiten dabei, Dinge auf englisch zu erklären. “Es gibt in unserem Metier eine Menge Fachchinesisch. Den niederländischen Begriff 'strop' (Schlinge) gibt es z.B. im Englischen auch, hat da aber eine wesentlich andere Bedeutung! Aber letztendlich verstehen wir uns.” 


Männerkultur

Taylah: “Frauen sieht man auf Baustellen in Australien viel häufiger als in Europa. Bevor ich in die Niederlande kam, habe ich ausgehend von der technischen Zeichnung Fenster- und Türrahmen aus Aluminium hergestellt. Ich hatte dort viele weibliche Kollegen. Daher bin auch erstaunt, dass es bei euch eher die Ausnahme ist. In einer traditionellen Männerkultur zu arbeiten, ist für mich übrigens kein Problem.”


Einrichtungen

Das Baugewerbe bietet für Frauen durchaus Möglichkeiten. Wer tüchtig anpacken will und körperliche Arbeit mag, findet im Bausektor großartige Betätigungsfelder. Allerdings ist nicht jede Baustelle auf weibliche Kollegen eingestellt. “Wenn man diese Arbeit für Frauen attraktiv machen möchte, müssen bestimmte Dinge besser geregelt werden. Zum Beispiel sind die Sanitäreinrichtungen nicht auf allen Baustellen auf Damenbesuch vorbereitet. Ich kann mir denken, dass nicht alle Frauen darüber glücklich sind.


Taylah bleibt noch bis Mitte Mai in den Niederlanden und kehrt dann nach ‘Down Under’ zurück. “Die Arbeit an Gründungen macht mir Spaß und meine Kollegen sind total nett, aber meine Familie und Freunde in der Heimat vermisse ich schon. In Australien werde ich wieder in meine alte Fachdisziplin zurückkehren. Ich mag es, mit meinen Händen zu arbeiten.”